KNX-Wetterstation Suntracer KNX sl basic an Fassade montiertKNX-Wetterstation Suntracer KNX sl basic an Fassade montiert

KNX-Wetterstationen: Kriterien für die Produktauswahl

Von den Anforderungen zur passenden Lösung

Auf den ersten Blick unterscheiden sich KNX-Wetterstationen oft nur in ihren technischen Daten. Für die Auswahl ist jedoch weniger die Anzahl der Funktionen entscheidend, sondern welche Anforderungen ein Projekt an Wetterdatenerfassung und Beschattungssteuerung stellt. Ein Einfamilienhaus stellt andere Ansprüche an eine Wetterstation als ein Hotel, ein Bürogebäude oder ein komplexes Gewerbeobjekt.

Bei der Auswahl einer KNX-Wetterstation spielen daher verschiedene Kriterien eine Rolle. Neben dem Gebäudetyp und dem Beschattungskonzept beeinflussen unter anderem die Anzahl der Fassaden, die benötigten Wetterdaten oder die Windverhältnisse, welche Wetterstation für ein Projekt geeignet ist.
Je nach Projekt können darüber hinaus auch integrierte Automatisierungsfunktionen wie Zeitprogramme oder Logikfunktionen bei der Auswahl berücksichtigt werden. Diese Auswahlhilfe konzentriert sich auf die Kriterien, die sich aus Gebäude, Beschattung, Wetterdaten und Einbausituation ergeben.

Die folgenden Abschnitte erläutern die wichtigsten Auswahlkriterien und zeigen, welche Elsner Wetterstationen sich für unterschiedliche Anforderungen eignen:

Schritt 1: Die Projektanforderungen analysieren ►

Schritt 2: Die benötigten Wetterdaten festlegen ►

Schritt 3: Standort und Einbausituation berücksichtigen ►

Schritt 4: Die passende Wetterstation auswählen ►

Elsner Elektronik Wetterstation Suntracer KNX pro auf Flachdach montiertElsner Elektronik Wetterstation Suntracer KNX pro auf Flachdach montiert
Schritt 1: Das Projekt verstehen

Die Projektanforderungen analysieren

Die Auswahl einer KNX-Wetterstation beginnt nicht beim Produkt, sondern beim Projekt. Bereits in einer frühen Planungsphase lassen sich anhand weniger Kriterien wichtige Anforderungen ableiten. Dazu gehören unter anderem der Gebäudetyp, das Beschattungskonzept und die Anzahl der Fassaden. Gemeinsam bilden sie die Grundlage für die Auswahl einer geeigneten Wetterstation.
Daraus ergeben sich folgende Fragen:

Gebäudetyp

Welcher Gebäudetyp soll automatisiert werden?

Der Gebäudetyp ist ein wichtiger Ausgangspunkt für die Auswahl einer KNX-Wetterstation. Ein Einfamilienhaus verfügt häufig über wenige Beschattungszonen und überschaubare Automatisierungsaufgaben. In Bürogebäuden, Hotels oder öffentlichen Einrichtungen müssen dagegen oftmals mehrere Fassaden unabhängig voneinander gesteuert, unterschiedliche Nutzungszeiten berücksichtigt und komplexere Beschattungsstrategien umgesetzt werden. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Sensorik, Steuerungsfunktionen und die Anzahl der unabhängig steuerbaren Fassaden.

Illustration verschiedener Gebäudetypen für die Auswahl einer KNX-WetterstationIllustration verschiedener Gebäudetypen für die Auswahl einer KNX-Wetterstation
Beschattung

Welches Beschattungskonzept ist geplant?

Das Beschattungskonzept bestimmt, welche Wetterinformationen für die Gebäudeautomation benötigt werden und wie diese ausgewertet werden. Dabei spielt nicht nur eine Rolle, welche Sonnenschutzsysteme eingesetzt werden, sondern auch, wie diese gesteuert werden sollen. Sollen beispielsweise einzelne Fassaden unabhängig voneinander reagieren, der Sonnenstand berücksichtigt oder unterschiedliche Beschattungsstrategien – beispielsweise für Büro-, Wohn- oder Aufenthaltsbereiche – umgesetzt werden, steigen die Anforderungen an die Wetterstation.

Je komplexer die Automatisierung des Sonnenschutzes ausfällt, desto umfangreicher sind in der Regel die Anforderungen an Sensorik, Steuerungsfunktionen und die Auswertung der Wetterdaten. Das Beschattungskonzept gehört deshalb zu den wichtigsten Auswahlkriterien bei der Planung einer KNX-Wetterstation.

Illustration automatisierter Beschattung mit Sonne, Raffstore und WettereinflüssenIllustration automatisierter Beschattung mit Sonne, Raffstore und Wettereinflüssen
Fassaden

Wie viele Fassaden sollen unabhängig gesteuert werden?

Die Anzahl der unabhängig zu steuernden Fassaden ist eines der wichtigsten Auswahlkriterien für eine KNX-Wetterstation. Je nach Himmelsrichtung unterscheiden sich Sonneneinstrahlung, Windbelastung und Verschattung oft erheblich. Damit jede Fassade entsprechend ihrer tatsächlichen Wetterbedingungen gesteuert werden kann, müssen diese Unterschiede bei der Auswertung der Wetterdaten berücksichtigt werden.

Nicht jede Wetterstation unterstützt die gleiche Anzahl unabhängig steuerbarer Fassaden. Bereits in der Planungsphase sollte daher festgelegt werden, welche Fassaden separat gesteuert werden sollen und ob das Gebäude künftig erweitert oder um zusätzliche Beschattungsbereiche ergänzt werden könnte. So lässt sich eine Wetterstation auswählen, die den Anforderungen des Projekts heute und auch in Zukunft gerecht wird.

Illustration eines Gebäudes mit mehreren Fassaden und unterschiedlicher SonneneinstrahlungIllustration eines Gebäudes mit mehreren Fassaden und unterschiedlicher Sonneneinstrahlung
Schritt 2: Wetterdaten definieren

Die benötigten Wetterdaten festlegen

Die Auswahl einer KNX-Wetterstation wird nicht nur durch das Gebäude und das Beschattungskonzept bestimmt, sondern auch durch die benötigten Wetterdaten. Welche Messwerte für die Gebäudeautomation erforderlich sind, hängt von den geplanten Automatisierungsfunktionen ab. Erst wenn feststeht, welche Wetterinformationen ausgewertet werden sollen, lässt sich die passende Wetterstation auswählen.

Wetterdaten

Welche Messwerte werden für die Gebäudeautomation benötigt?

Welche Wetterdaten eine KNX-Wetterstation erfassen muss, hängt von den Automatisierungsfunktionen ab, die im Gebäude umgesetzt werden sollen. Neben den klassischen Messwerten wie Windgeschwindigkeit, Niederschlag, Helligkeit und Außentemperatur können je nach Anwendung auch Windrichtung, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck oder Sonnenstand für die Gebäudeautomation relevant sein.

Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der verfügbaren Sensoren, sondern ob die Wetterstation alle für das Projekt relevanten Wetterdaten bereitstellt. Soll beispielsweise eine Beschattung sonnenstandsabhängig gesteuert oder einzelne Fassaden abhängig von der Windrichtung unterschiedlich reagieren, müssen die entsprechenden Wetterinformationen erfasst und ausgewertet werden können. Die benötigten Messwerte sollten daher bereits in der Planungsphase definiert werden, da sie die Auswahl der geeigneten Wetterstation maßgeblich beeinflussen.

Illustration verschiedener Wetterdaten wie Wind, Regen, Temperatur und HelligkeitIllustration verschiedener Wetterdaten wie Wind, Regen, Temperatur und Helligkeit
GPS & Sonnenstand

Wann sind GPS und Sonnenstandsberechnung sinnvoll?

Ob eine GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung erforderlich ist, hängt davon ab, wie präzise die Beschattung gesteuert werden soll. Für einfache Anwendungen reichen meist ein Helligkeitssensor oder – für eine richtungsbezogene Steuerung – drei Helligkeitssensoren aus. Eine GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung berücksichtigt zusätzlich die aktuelle Position der Sonne und ermöglicht dadurch eine besonders präzise, sonnenstands- und fassadenabhängige Beschattungssteuerung.

Dabei wird der Sonnenstand anhand von Datum, Uhrzeit und geografischer Position berechnet. So kann jede Fassade entsprechend ihrer Ausrichtung und der aktuellen Sonnenposition gesteuert werden. Besonders bei Gebäuden mit mehreren Fassaden sowie bei Jalousien und Raffstoren mit Lamellennachführung bietet eine GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung deutliche Vorteile für Komfort, Tageslichtnutzung und Energieeffizienz.

Illustration zur Sonnenstandsberechnung einer KNX-Wetterstation mit GPSIllustration zur Sonnenstandsberechnung einer KNX-Wetterstation mit GPS
Schritt 3: Die Einbausituation bewerten

Standort und Einbausituation berücksichtigen

Nicht nur die Anforderungen an die Gebäudeautomation beeinflussen die Auswahl einer KNX-Wetterstation. Auch der Standort des Gebäudes und die Einbausituation spielen eine wichtige Rolle. Gebäudehöhe, umliegende Bebauung oder besondere Windverhältnisse können die Qualität der Wettererfassung beeinflussen und sollten daher bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Standort

Welche Rolle spielt die Gebäudeumgebung?

Die Gebäudeumgebung beeinflusst maßgeblich, unter welchen Bedingungen eine Wetterstation arbeitet. Während die Messung an freistehenden Gebäuden grundsätzlich wenig Schwierigkeiten bereithält, können Hanglagen, hohe Gebäude oder eine dichte Bebauung zu Aufwinden oder Windverwirbelungen führen. Bäume oder benachbarte Gebäude können den Sonneneinfall beeinflussen. Die passende Windmessung und eine GPS-gestützte Beschattungssteuerung berücksichtigen diese Bedingungen.

Auch die Position der Wetterstation spielt eine wichtige Rolle. Nur wenn sie an einem geeigneten Montageort installiert wird, können Wind, Niederschlag und Sonneneinstrahlung zuverlässig erfasst werden. Die Gebäudeumgebung sollte deshalb bereits bei der Auswahl der Wetterstation berücksichtigt werden.

Illustration zum Einfluss der Gebäudeumgebung auf Wind und SonneneinstrahlungIllustration zum Einfluss der Gebäudeumgebung auf Wind und Sonneneinstrahlung
Windmessung

Welches Windmessverfahren eignet sich für Ihr Projekt?

Nicht jedes Projekt stellt die gleichen Anforderungen an die Windmessung. Je nach Gebäudeart, Einbausituation und Windverhältnissen kommen unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz.

Mechanische Windmessung eignet sich insbesondere für freistehende Einfamilienhäuser sowie kleinere Wohn- und Gewerbegebäude mit horizontal auftreffenden Winden.

Elektronische Windmessung bietet Vorteile in komplexeren Bausituationen, beispielsweise in Hanglagen oder bei Wintergärten, wo Winde an Fassaden aufsteigen können.

Ultraschall-Windmessung empfiehlt sich, wenn bei einem komplexen Projekt der Wind mit nur einer Wetterstation zentral auf dem Dach erfasst werden soll. Zusätzlich zur Windgeschwindigkeit wird auch die Windrichtung gemessen. Die Auswertung der Windrichtung hilft insbesondere beim Schutz verschachtelter Fassaden.

Die Wahl des geeigneten Windmessverfahrens hängt somit nicht allein von der Gebäudegröße ab, sondern vor allem von den örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen an die Beschattungssteuerung.

Vergleich der Windmessverfahren mechanisch, elektronisch und UltraschallVergleich der Windmessverfahren mechanisch, elektronisch und Ultraschall
Schritt 4: Die geeignete Wetterstationsklasse finden

Die passende Wetterstation auswählen

Sie haben die Anforderungen Ihres Projekts definiert? Dann können Sie diese nun der passenden Wetterstationsklasse zuordnen. Gebäudeart, Beschattungskonzept, benötigte Wetterdaten, Einbausituation und Anzahl der unabhängig gesteuerten Fassaden bilden gemeinsam die Grundlage für die Auswahl.

Wetterstationsklasse: HOME

Für Einfamilienhäuser und ein- bis zweistöckige Wohn- und Geschäftsgebäude

Die wirtschaftliche Lösung für Standardanwendungen

Geeignet für:

  • Freistehende Gebäude mit horizontal auftreffendem Wind
  • Einfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftsgebäude
  • Klassische Fassadenaufteilung und Standard-Beschattungslösung

Typische Merkmale:

  • Schalenanemometer zur Windmessung
  • integrierte Sensorik für Sonne, Wind, Regen und Temperatur
  • zuverlässige Automatisierung für typische Wohngebäude
  • GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung (modellabhängig)
  • Integrierte Logik-, Zeit- und Kalenderfunktionen 
Wetterstation Windancer 2.0 KNX sec | KNX-Wetterstation der Produktklasse HOME für Einfamilienhäuser und kleinere WohngebäudeWetterstation Windancer 2.0 KNX sec | KNX-Wetterstation der Produktklasse HOME für Einfamilienhäuser und kleinere Wohngebäude
Wetterstationsklasse: HOME+ / COMMERCIAL

Für Gebäude mit differenzierten Beschattungskonzepten

Mehr Flexibilität für gehobene Wohn- und Gewerbeprojekte

Geeignet für:

  • Bausituationen mit Aufwinden und/oder Luftverwirbelungen an den Fassaden
  • Mehrfamilienhäuser und größere Wohngebäude
  • Gewerbeobjekte
  • Gebäude mit höheren Anforderungen an Komfort und Beschattungsautomation

Typische Merkmale

  • Elektronische Windmessung
  • Beschattungssteuerung für bis zu 8 Fassaden (modellabhängig)
  • Erweiterte Automatisierungsfunktionen für gehobene KNX-Projekte
  • GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung (modellabhängig)
  • Integrierte Logik-, Zeit- und Kalenderfunktionen 
Suntracer KNX sl | KNX-Wetterstation der Produktklasse HOME+ für anspruchsvollere Wohn- und GewerbeprojekteSuntracer KNX sl | KNX-Wetterstation der Produktklasse HOME+ für anspruchsvollere Wohn- und Gewerbeprojekte
Wetterstationsklasse: PROFESSIONAL

Für komplexe Gebäudeautomationsprojekte

Maximale Leistung für komplexe Gebäudeautomation

Geeignet für:

  • Büro-, Gewerbe- und Zweckbauten
  • Projekte mit zentraler Wetterdatenerfassung und komplexer Fassadenaufteilung
  • komplexe KNX-Installationen

Typische Merkmale:

  • Ultraschall-Windmessung mit Windrichtungserkennung
  • Messung von Luftfeuchtigkeit und Luftdruck
  • Beschattungssteuerung für bis zu 12 Fassaden
  • Umfangreiche Automatisierungsfunktionen für anspruchsvolle Bausituationen und Nutzeranforderungen
  • GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung
  • Integrierte Logik-, Zeit- und Kalenderfunktionen 
Suntracer KNX pro | KNX-Wetterstation der Produktklasse PROFESSIONAL für komplexe GebäudeautomationSuntracer KNX pro | KNX-Wetterstation der Produktklasse PROFESSIONAL für komplexe Gebäudeautomation
Praxisbeispiel

Projekt: Einfamilienhaus mit Raffstores an Süd- und Westfassade

Ausgangslage:

Zwei Fassaden sollen unabhängig beschattet werden. Die Beschattung soll dem Sonnenstand folgen. Bei starkem Wind sollen die Raffstores automatisch hochfahren.

Daraus ergeben sich folgende Anforderungen:

✓ Helligkeitsmessung
✓ Windmessung
✓ GPS-gestützte Sonnenstandsberechnung
✓ Steuerung von zwei Fassaden

Empfehlung:

Für dieses Projekt eignet sich eine Wetterstation der Klasse HOME. Sie stellt die benötigten Wetterdaten für die automatische Beschattung und den Wetterschutz eines Einfamilienhauses bereit.

Fazit

Die beste Wetterstation ist die, die zum Projekt passt

Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch eine bessere Lösung. Ebenso wenig lässt sich die Auswahl allein anhand der Gebäudegröße treffen. Erst das Zusammenspiel aus Projektanforderungen, Beschattungskonzept, Wetterdaten und Einbausituation zeigt, welche Wetterstation ihre Aufgabe zuverlässig erfüllt. Genau deshalb lohnt es sich, die Auswahl nicht vom Produkt, sondern vom Projekt aus zu denken.

Illustration der KNX-Wetterstation Windancer vor der Skizze einer Wetterstation als Symbol für die Auswahl der passenden WetterstationIllustration der KNX-Wetterstation Windancer vor der Skizze einer Wetterstation als Symbol für die Auswahl der passenden Wetterstation
FAQs

Häufig gestellte Fragen zur Auswahl von KNX-Wetterstationen

Reicht eine Wetterstation für ein ganzes Gebäude?

In vielen Projekten genügt eine zentral installierte Wetterstation, um die erforderlichen Wetterdaten für die Gebäudeautomation bereitzustellen. Bei hohen Gebäuden, weitläufigen Anlagen oder besonderen Windverhältnissen können jedoch zusätzliche Windsensoren sinnvoll sein. Sie erfassen lokale Unterschiede, die an einem einzelnen Montageort nicht zuverlässig gemessen werden können. Ob eine Wetterstation ausreicht, hängt daher immer von der Gebäudegeometrie und den Anforderungen des Projekts ab.

Wann sind zusätzliche Windsensoren sinnvoll?

Zusätzliche Windsensoren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn sich die Windverhältnisse innerhalb eines Gebäudes deutlich unterscheiden. Das kann beispielsweise bei Hochhäusern, Gebäuden mit großen Höhenunterschieden oder komplexen Bauformen der Fall sein. Auch lokale Windverwirbelungen oder besonders exponierte Gebäudeteile können eine zusätzliche Windmessung erforderlich machen, um Sonnenschutzanlagen zuverlässig zu schützen.

Können mehrere Wetterstationen in einem Projekt kombiniert werden?

Ja. Bei größeren oder komplexen Projekten kann es sinnvoll sein, mehrere Wetterstationen einzusetzen. So lassen sich unterschiedliche Gebäudeteile oder Standorte unabhängig voneinander erfassen und steuern. Ob dies erforderlich ist, hängt unter anderem von der Gebäudegröße, der Einbausituation und den Anforderungen an die Gebäudeautomation ab.

Worauf sollte bei der Montage einer Wetterstation geachtet werden?

Der Montageort hat entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Wetterdaten. Wind-, Regen- und Helligkeitssensoren sollten möglichst frei angeströmt beziehungsweise unverschattet montiert werden. Gebäudevorsprünge, Dachaufbauten oder benachbarte Gebäude können die Messwerte beeinflussen und sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Die Montagehinweise des Herstellers bilden dabei die Grundlage für eine zuverlässige Wettererfassung.

Lässt sich eine KNX-Beschattungssteuerung später erweitern?

Ja. Ändern sich die Anforderungen eines Projekts – beispielsweise weil weitere Fassaden automatisiert oder zusätzliche Beschattungsfunktionen benötigt werden –, muss nicht zwangsläufig die Wetterstation ausgetauscht werden. Mit Erweiterungsmodulen wie BX8 KNX lässt sich die Beschattungssteuerung um zusätzliche Fassaden und Funktionen ergänzen. Die erforderlichen Wetter-, Zeit- und Standortdaten werden dabei weiterhin von der vorhandenen Wetterstation über den KNX-Bus bereitgestellt.

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