Klimasteuerung in Gebäuden
Die automatische Steuerung von Beschattung und Lüftung ist im Objektbereich bereits seit langem Standard. Zur Energie-Einsparung und zur Verbesserung des Wohnklimas wird Gebäudeautomation jedoch auch für Wohnhäuser immer wichtiger. Bereits in der Planungsphase sollte daher die Klimatisierung der Wohn- oder Geschäftsräume berücksichtigt werden.
Klimatisierung von Objekten und Wohnhäusern
In Objektbauten, die von vielen Menschen genutzt werden, sorgt die automatische Steuerung von Beschattung und Lüftung für optimale Bedingungen zu jeder Tageszeit. In Gebäuden wie z. B. Bürokomplexen oder kommunalen Bauten ist ein angenehmes Raumklima nicht durch Bedienen der Jalousien und Lüften „von Hand“ zu erreichen.
In Wohnhäusern dient die Gebäudeautomation in erster Linie der Einsparung von Energie, zum Beispiel durch Nutzung der Sonnenwärme und bedarfsgerechtes Heizen. Speziell bei der Niedrigenergie-Bauweise mit nahezu luftdicht gedämmten Gebäudehüllen ist die automatische Klimatisierung wichtig, um negative Erscheinungen wie schlechte Raumluft, Kondenswasserbildung und Überhitzung zu vermeiden. Zusätzlich können durch die Gebäudeautomation weitere Sicherheits- und Komfort-Funktionen realisiert werden, wie z. B. Alarm-Meldungen oder Beleuchtungs-Szenarien.
Kommunikation über den Datenbus
Für Steuerungsnetzwerke in Gebäuden gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Die Installation eines zentralen oder eines dezentralen Bus-Systems.
Dezentrale Bus-Systeme bewähren sich seit langem im Objektbereich und der Industrie. Verschiedene Geräte kommunizieren hier über ein gemeinsames Leitungsnetz (den Datenbus), ohne dass eine zentrale Steuerung notwendig ist. Ein häufig in Wohn- und Objektbauten eingesetztes dezentrales Bus-System ist KNX.
Gebäudeautomation mit KNX
KNX ist heute als europäische Norm EN 50090 der weltweit einzige, offene Standard für die Haus- und Gebäudesystemtechnik. Beschattung, Heizung, Alarmanlage, Lüftung, Beleuchtung oder Geräte der Unterhaltungselektronik sind nur Beispiele für die vielfältigen Bereiche des Gebäudes und des Haushalts, die mit Hilfe von KNX überwacht und gesteuert werden können.
Da alle Sensoren (z. B. Helligkeitssensor) und Aktoren (z. B. Leuchte, Markise) über den Datenbus vernetzt sind, ist das System extrem wandlungs- und ausbaufähig. Wie Sensoren und Aktoren auf einander reagieren (z. B. welche Innenraumtemperatur und welcher Helligkeitswert für eine Markise relevant sind), wird per Software konfiguriert und kann jederzeit angepasst werden. Erweiterungen und Ergänzungen sind problemlos möglich.
Die enorme Anwendungsbreite bietet einzigartige Vorteile, nicht nur für den Nutzer und Hausbesitzer, sondern bereits bei der Planung und Installation. Durch den gemeinsamen Standard entstehen neue Vernetzungsmöglichkeiten, alle KNX-zertifizierten Produkte sind zu einander kompatibel.
Detaillierte Informationen zu KNX, sowohl für Bauherren als auch für Planer und Architekten stellt z. B. die Homepage von KNX Deutschland unter www.knx.de zur Verfügung.
Zentrale Systeme als kostengünstige Lösung
Die dezentralen Bus-Systeme, wie z. B. KNX, bieten zwar alle Möglichkeiten, sind jedoch mit höheren Anfangsinvestitionen verbunden. Für manche Anwendungen sind darum zentral aufgebaute Lösungen praktischer. Hier übernimmt eine Zentralsteuerung die Automation verschiedener Bereiche wie beispielsweise Beschattung und Belüftung. Mit zentral aufgebauten Bus-Systemen können sowohl Privatwohnungen als auch größere Objektbauten auf kostengünstige Weise automatisiert werden.
Ein hohes Maß an Flexibilität bleibt auch bei den zentralen Steuerungssystemen durch standardisierte Schnittstellen gewahrt. Für die Zukunft angestrebte Erweiterungen sollten in jedem Fall bereits bei der Planung berücksichtigt werden.








